Architekturpreis für das frizzforum

Unter den finalist*innen für den mies-van-der-rohe-award!

Der Gebäudekomplex Frizz23 des Architekturbüros Deadline (Britta Jürgens und Matthew Griffin) ist einer der fünf Finalist*innen für den Mies van der Rohe Award for European Architecture. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Europäischen Kommission und der Mies-van-der-Rohe-Stiftung Barcelona vergeben. Der Preis ist mit 60.000€ für das Werk, das ausgezeichnet wird, und 20.000€ für eine*n Nachwuchsarchitekt*in dotiert. Er gilt als renommiertester europäischer Architekturpreis.

Wir von FORUM Berufsbildung sind mit dem frizzforum Teil des Frizz23 und freuen uns ganz besonders mit und für Britta Jürgens und Matthew Griffin. Das Gebäude ist das Ergebnis enger Zusammenarbeit des Architekturbüros mit verschiedenen kleinen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen, zu denen auch wir zählen. Die Werte des Preises, mit dem soziale, kulturelle und wirtschaftliche Vorteile nachhaltigen Wachstums gefördert werden sollen, spiegeln sich in der Zusammenarbeit und dem Gebäude wieder. Werte, für die auch wir stehen, indem wir die außergewöhnlichen Räumlichkeiten nutzen, um zukunftsfähige, berufliche Weiterbildungsangebote mit nachhaltigem Mehrwert zu entwickeln.

Zum Hintergrund:

Für den Preis werden vom Architect‘s Council of Europe (ACE) Gebäude vorgeschlagen, die zum Aufbau der europäischen Stadt beitragen. Der Preis schafft eine Plattform für die Untersuchung, Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger architektonischer Praktiken. 2022 wurden insgesamt 532 Projekte nominiert. Von diesen hat eine unabhängige Expert*innen-Jury 40 in die engere Auswahl einbezogen und aus diesen schließlich 5 Gebäude und 2 Architekt*innen als Finalist*innen ausgewählt.

Die ausgewählten Werke dieses Jahr zeichnen laut der Jury dadurch aus, dass sie die produktive und autarke Stadt fokussierten, „die auf pädagogische Weise entwickelt wird und den Raum, den wir bewohnen und nutzen, würdigt. Sie sind auch das Ergebnis gut entwickelter Bauprozesse und der Sorgfalt bei der Verwendung von Materialien und Details: eine Würdigung der alltäglichen Architektur, ein Dialog zwischen Monumentalität, Bildung und Kulturerbe.“

Auf das Frizz23 trifft dies insbesondere zu, da hier im Rahmen von Deutschlands erstem Baugruppen-Genossenschafts-Projekt für kulturelle Gewerbeflächen Arbeitsräume für Kunst, Bildung und Kreativwirtschaft entworfen wurden. Das Gebäude wurde in enger Zusammenarbeit mit kleinen Unternehmen, die von der Gentrifizierung betroffenen sind und gemeinnützigen Organisationen. Im Zentrum des Entwicklungsprozesses standen die Bedürfnisse der Nutzenden und nicht die Gewinnmaximierung.

Vor diesem Hintergrund freut uns die Nominierung ganz besonders. Denn wir von FORUM Berufsbildung mit dem frizzforum als Teil des Frizz23 nutzen die außergewöhnlichen Räumlichkeiten zur Entwicklung von beruflichen Bildungsangeboten mit einem nachhaltigen Mehrwert. Ziel ist es, Menschen zu befähigen und zu stärken, Zukunft aktiv zu gestalten. So greifen wir die im Charakter des Gebäudes angelegten Eigenschaften auf und schaffen zu der architektonischen eine berufspädagogische Dimension – mit dem Fokus auf das Lokale, aus Berlin für Berlin.

Im März hat die Jury zunächst die Bauprojekte besucht und die Finalisten ermittelt. Ende April wird bekanntgegeben, welches Werk ausgezeichnet wird. Die Preisverleihung wird am 12. Mai 2022 im Mies van der Rohe Pavillon in Barcelona stattfinden.

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